Pressestimmen

Schafft auf “The Seeker” intelligente, nie kopflastige Szenerien bemerkenswerter Tiefe. Ein Top-Debüt ist das, was uns da aus Köln serviert wird. Selten erklang in unseren Breiten lineares Spiel so unlinear und als Teil eines noch größeren Ganzen, zu dem er, Held, Jens Böckamp, saxes, cl, Matthias Nowak am Kontrabass und Drummer Paul Wiltgen sich in Stück um Stück emporspielen. Riaz wechselt gern die Sounds seiner Gitarre, die er mal leichter, mal intensiver an-, meist aber ungezerrt wählt. Letzteres vor allem dann, wenn es in den freien Flug der Improvisation geht. Da klingt er lupenrein, mittig, zeitlos schön. Und in der Wahl seiner Töne unerschöpflich.

…exzellente Soli, in einer Sprache, deren Wärme und Klugheit heuer viel zu wenig anzutreffen sind.

Jazzpodium (Alexander Schmitz)


Auf “The Seeker” präsentiert sich der Gitarrist mit seinem Quintet, bestehend aus den Kölner Musikern Pablo Held, Matthias Nowak, Jens Böckamp und Paul Wiltgen, als ideenreicher Musiker und guter Komponist. Spielt der Fünfer doch bis auf eine Nummer von Pianist Held ausschließlich seine Stücke mit viel lyrischem Drang, viel Atmosphäre und Ruhe. Hier fließt alles mit viel Raum und stimmungsvoll dahin. Jegliche Hektik bleibt bei dieser Aufnahme außen vor – sehr wohltuend. Wie überhaupt sich Khabirpour und seine Jungs hier in keinem Moment irgendwie profilieren wollen, sondern sich darauf konzentrieren, schöne Musik zu spielen.

Jazzthing (Christoph Giese)


Gut. Ja: gut, einfach gut. Man kann ja ruhig mal gleich am Anfang einer Kritik das Ende setzen, bzw. erzählen. So einfach ist die Platte von Gitarrist Riaz Khabirpour nämlich zu beurteilen. An Modernisten wie Rosenwinkel und Querspielern wie Frisell orientiert, umgarnt Khabirpour die Zuhörer mit gekonnt unaufdringlicher Musik, die bei genauem Hören indes Weite und Tiefe entwickelt. Der Song, die Idee, die Stimmung ist alles.

Szene Hamburg (Gerd Bauer)


Aus Köln, das sich immer mehr zur ersten Adresse des jungen Jazz in Deutschland entwickelt, kommt ein neues Album, das mit Ideenreichtum in Komposition, solidem Arrangement, gediegener Besetzung und Geschlossenheit seines Klangbildes überzeugt…

Ein überzeugendes Debüt-Album, das weit mehr hält, als man trotz der erzählten musikalischen Vorgeschichte und Biographien erwarten darf. Eine Empfehlung.

Musenblätter (Frank Becker)


Besonderes Lob verdient das unprätentiöse Spiel des Gitarristen: Sein meist mehr oder weniger angezerrtes Spiel zeigt eine große Variabilität der Klangfarben und der Spielweisen, die von zart dargebotenen Lyrismen bis zu harschen Punkklängen reichen. Khabirpour kann alles was ein Jazzgitarrist können muss, aber er macht keines Aufhebens davon. Es gibt keine lehren Akrobatismen, keine Verlegenheitslicks, keine kreativen Löcher, jeder Ton hat seinen Sinn und seinen Platz in den Dramaturgien seiner Improvisationen – Zuhör-Soli der allerbesten Art, die niemals nervige Déjavu-Gefühle aufkommen lassen

Benno Bartsch (Jazzpodium)


Bassist Matthias Akeo Nowak hat sich für ein Trio als kreative Ausdrucksform für seine Musik entschieden. Damit erhält der Gitarrist Riaz Khabirpour eine ganz entscheidende Rolle in Nowaks Koi Trio, der die verzwickten Vorlagen des Bandleaders mit großer Lässigkeit umsetzt. Er erweist sich in „Motherless Child“, der einzigen Fremdkomposition des Albums, als versierter Balladenspieler, lässt es aber in „Cantus Firmus“ oder „Crankshaft“ auch einmal ordentlich krachen

Rolf Thomas (Jazzthing)